En la terr'estranha

Trobadors in Italien

Raimbaut de Vaqueiras, Aimeric de Peguilhan, Raimon de Miraval u.a.

Die Lyrik der provençalischen Trobadors verbreitete sich weit über die Grenzen des Languedoc hinaus bis nach Italien, Sizilien und Galicien. Die Sprache der Dichter, das Okzitanische, wurde selbst noch von Dante Alighieri hoch geschätzt. Im Zuge der Albigenserkreuzzüge wurden die Kartharer, zu denen viele der Trobadors gehörten, aufgrund ihrer religiösen Ansichten verfolgt, vertrieben und getötet. Jenseits der Alpen wurde ihnen Schutz gewährt. Der Name Trobador leitet sich von dem Wort trobar – finden ab. Übertragen bedeutet dies finden, erfinden, ersinnen von Poesie und Melodien für die angebetete, unerreichbare Dame. Dieser Liebesdienst in Worten und Musik, die so genannte fin amour, beflügelte den Einfallsreichtum des Dichters. Die einstimmigen Melodien wurden häufig improvisierend von Instrumenten begleitet, was zur Folge hatte, dass keine Aufführung und keine Interpretation der anderen glich.

Christine Mothes

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